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<WOLKENKUCKUCKSHEIM |
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Wolkenkuckucksheim ist eine Videoinstallation von Caroline Cochius, in der die Künstlerin, ein betretbares Raumobjekt innerhalb der Ausstellungshalle des KunstWerk Koeln e.V. geschaffen hat. An der Decke des Raumobjekts ist eine Videoprojektion zu sehen. Dieser erste Hinweis auf veränderte Seh- und Raumbedingungen wird durch die Materialität und die Art der Raumkonstruktion verstärkt. Betritt man den Raum, so fällt auf, dass der Boden, ein durch Füße getragenes, ca. 30cm hohes Podest ist. Diese Konstruktion bewirkt eine optische Ablösung des Objektes von seinem Umraum. Das Objekt scheint zu schweben. Der Grund, auf dem man sich nun befindet, schluckt den Schall und federt die Schritte ab. Der Eindruck, die Welt der Schwerkraft verlassen zu haben, festigt sich. Auch die Wände aus Molton scheinen diesen Zweck zu erfüllen, Schall zu dämpfen und Licht von Außen zu blockieren. Inmitten dieses “Raumtransporters“ kann der Betrachter jetzt den Blick zur Decke führen, um die hier installierte Videoprojektion an zu schauen. Die 3m x 3m große Projektionsfläche, die dreiviertel der Deckenfläche einnimmt, zieht den Betracher gleichsam mit in das Bild herein. In diesem Augenblick ist man “völlig abgehoben“. Das Wort Wolkenkuckucksheim, daß auf diesen Zustand anspielt, tauchte das erste Mal in der altgriechischen Theatermystik bei Aristophanes auf. Es bezeichnete, in dem Stück „Die Vögel“, eine Stadt über den Wolken, von der aus Vögel die Herrschaft über die Welt und insbesondere die Geschicke Athens übernahmen. Im Video selbst, zeigt Caroline Cochius eine Folge von bearbeiteten Naturaufnahmen. Die Formen werden, durch die Bearbeitung, ihrer Körperlichkeit enthoben und tanzen als kontrastreiche Licht- und -Schattenerscheinungen über die Leinwand. Cochius malt mit Licht auf die Leinwand und animiert das Gemalte, inspiriert durch Naturbewegungen wie Wind, Wellen und die Schwerkraft, die die Dinge wieder auf den Boden holt. Die Beobachtung der Natur bildet also die solide Grundlage der Kompositionen in den Videos der Künstlerin. Ein weiterer Bestandtteil der Installation “Wolkenkuckucksheim“ ist die Klangkomposition, die sich außerhalb des Raumobjekts befindet. Eine minimalistische Geräuschkulisse ertönt aus zwei kleinen, an die Wand montierten Lautsprecherboxen. Eine Komposition aus dinghaften Klängen bilden ein Gegenüber zum abgehobenen Innenleben der Rauminstallation. Der Besucher wird zum Reisenden zwischen den Welten, das Raumobjekt wird zu seinem Vehikel. Thomas Gode, Künstler, Köln 2008 |
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